GET REAL or GO HOME

Ein zentrales Thema beherrscht derzeit (und wohl auch noch die nächsten Monate, vielleicht sogar Jahre?) die mediale Landschaft, nämlich die aktuelle Banken- und Finanzkrise. Obwohl der Crash von Experten schon lange vorhergesagt wurde, kam er nun doch mit unerwarteter Härte und Intensität. Ich möchte hier und heute aber nicht zu der Krise an sich Stellung nehmen, denn dazu bin ich zu wenig Volkswirt, Banken- oder Finanzexperte. Diese Analyse überlasse ich lieber anderen, die sich hier besser auskennen.

Ich möchte den heutigen Blogpost dazu nutzen, Ihnen die positive Seite solcher Krisensituationen aufzuzeigen. Wussten Sie, dass es in der asiatischen Sprache nur ein Schriftzeichen für Krise und Chance gibt? Denn eine Krise ist immer GEFAHR und CHANCE zugleich. Und wirklich grundlegende Veränderung und Verbesserung passiert eben genau in oder unmittelbar nach diesen kritischen Phasen.

Wir sollten also die nächsten Jahr dazu nützen, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, die Komfortzone zu verlassen, neue Wege zu gehen und noch effektiver zu lernen. Oder wie es in dieser Präsentation eines Mitarbeiters des VC-Investors „Sequoia Capital“ (auf Folie 54) formuliert: GET REAL or GO HOME!


Denn wir sind in vielen Bereichen noch viel zu träge, zu unbeweglich, zu wenig innovativ. Unsere Unternehmen und auch wir selbst lernen noch viel zu wenig schnell dazu. Wir müssen schneller und effektiver lernen, uns noch schneller und effektiver den neuen Gegebenheiten anpassen. Denn: SHIFT HAPPENS!


Manche von Ihnen werden diese Forderung als einen Affront empfinden. Nämlich jene, die jetzt schon Tag für Tag hart arbeiten, die jetzt schon physisch und manchmal auch psychisch „am Zahnfleisch daher kommen“. Ich möchte überhaupt nicht bestreiten, dass für viele von uns die Zeiten bislang auch schon hart waren.

Die schlechte Nachricht ist: Dies wird sich nicht so schnell ändern. Die gute Nachricht ist: Wir haben es selbst in der Hand.

Denn ich bin davon überzeugt, dass gerade wir Europäer die besten Voraussetzungen haben, auf längere Sicht der wirtschaftlich und gesellschaftlich fortschrittlichste Kontinent zu werden. Aber wir müssen uns anstrengen, uns auf unsere Stärken konzentrieren, und wir müssen in unserem Denken und Handeln flexibler werden. Und wir müssen LERNEN. Bildung ist und wird weiterhin unsere Zukunft bestimmen.

Noch ein letzter Gedanke: Dies werden wir nur schaffen, wenn wir unser Leben in vielen Bereichen wieder etwas „ent-schleunigen“. Denn nur gesunde Menschen können lernen, sich weiter entwickeln und Top-Leistungen bringen. Fazit: BILDUNG und GESUNDHEIT, das sind meiner Ansicht nach DIE zentralen Strategien, die jeder einzelne von uns in den nächsten Jahren verfolgen sollte.

IPMA – gelungener Internetauftritt

Ich war schon längere Zeit nicht mehr auf der Internetseite von IPMA. Aus Zufall bin ich heute wieder mal drauf gesurft und siehe da – NEU. Wirklich gut gelungen, wie ich finde. Wirklich sehr hübsch.

Inhaltlich habt mich (als alter Wissens-Hamster) die Download-Kateogorie spontan angesprochen. Einige gute PDF’s zum Herunterladen gibt’s da.

Hochleistungsunternehmen haben Prozesse, Projekte und Produkte im Griff

Wirklich innovative und leistungsfähige Unternehmen haben ihre Querschnittsfunktionen, sprich das Prozess-, Projekt- und Produktmanagement im Griff. Über dieses Thema könnte man stundenlang debattieren, diskutieren und philosophieren. Als kleinen Happen für Zwischendurch empfehle ich Ihnen aber diese Präsentation, die Bestandteil der Ausbildung an der FH Vorarlberg ist:


HIER können Sie die Präsentation als PDF herunter laden, denn in der obigen Präsentation sind einige Slides nicht wirklich lesbar.

Die Folien sind teilweise nicht ganz selbsterklärend. Falls Fragen auftauchen, freue ich mich, wenn Sie diese mittels Kommentarfunktion stellen.

I love my mac.

(Bilderquelle: apple.com)

Seit gut einem halben Jahr bin ich nun Mac User. Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas skeptisch war, ob man im Projektgeschäft mit einem Mac reibungslos durchkommt. Insbesondere auch deshalb, weil ja MS Project und diverse andere Tools nur für Windows hergestellt werden.

Hier ein kurzes Fazit:

  • I love my mac! Es ist wirklich eine Freude, mit diesem (geilen) Teil zu arbeiten. Tag für Tag.
  • Die Umstellung auf das Mac Betriebssystem „Mac OS X Leopard“ ist ein Kinderspiel.
  • Obwohl ich Parallels (und damit auch Windows) installiert habe, verwende ich dieses Betriebssystem so gut wie nie mehr. Abgesehen davon ist Windows via Parallels sooo langsam, dass es ohnehin keine Freude macht.
  • MS Project? Brauch ich nicht mehr: Ich verwende jetzt Merlin.
  • MS Office? Verwende ich nach wie vor, leider ist Microsoft Software auf dem Mac aber ab und zu etwas fehlerhaft. Word treibt mich teilweise zur Verzweiflung. Aber im Großen und Ganzen ist’s OK.

Ich kann den Umstieg auf Mac nur jedem wärmstens empfehlen. Auf 99 Vorteile kommt vielleicht 1 Nachteil – das ist zu verkraften.

PS: Wenn jemand weiß, wie man folgendes MS Word Problem beheben kann, bitte Info an mich: Wenn ich in größeren Dokumenten eine PowerPoint Grafik (über Bearbeiten – Inhalte einfügen – Grafik) einfüge, schmiert mein Word ab.

Hochleistungsteams

Ich bin ein erklärter Fan von Winfried Berner, der unter www.Umsetzungsberatung.de die meines Erachtens beste und umfangreichste Wissensdatenbank zum Thema Change Management betreibt. Im Newsletter, den ich heute von ihm bekommen habe, ist auch ein Link zu einem aktuellen Beitrag „Das Geheimnis gut funktionierender Teams“ – das dürfte Sie als Projektmanager/innen interessieren!

Check it out!

Blog-Tipp: ArmerKater.de

Heute habe ich einen Blog-Tipp für alle Projektmanager/innen da draußen, insbesondere für die IT-Projektmanager/innen: www.ArmerKater.de

Hier bloggt Felix Rüssel. Felix schreibt vor allem über Themen wie agile Softwareentwicklung, SCRUM und IT im Allgemeinen. Wie gesagt, insbesondere für IT-Projektmanager/innen absolut empfehlenswert!

PS: Ach ja, über den Fiat 500 bloggt Felix auch regelmäßig :-).

Brigitte Schaden: neue IPMA Präsidentin

Im aktuellen Newsletter von pma – Projekt Management Austria – ist zu lesen:

(Bilderquelle: IPMA.ch)

+ Brigitte Schaden: New President of IPMA

Zum ersten Mal in der über 40-jährigen Geschichte von IPMA übernimmt Österreich die Präsidentschaft von IPMA. pma vorstandsvorsitzende Brigitte Schaden wurde im Rahmen der Vollversammlung in Kopenhagen am Samstag, 27. September 2008 von den Delegierten aus 45 Ländern zur neuen Präsidentin von IPMA (International Project Management Association) gewählt.

Erstmals steht mit B. Schaden eine Frau an der Spitze der renommierten Projektmanagement-Vereinigung, die weltweit über 55.000 Mitglieder hat. Brigitte Schaden konnte sich aber u.a. aufgrund des Erfolgs von pma in Österreich unter ihrer Führung durchsetzen. pma erzielte in den letzten vier Jahren Mitglieder sowie Zertifizierungssteigerungen von jährlich 20%. Bereits seit 10 Jahren ist Brigitte Schaden auch für IPMA im Einsatz, die letzten vier Jahre als Vice President für die PM-Certification & PM-Standards.

B. Schaden bleibt während ihrer IPMA-Präsidentschaft auch weiterhin Vorstandsvorsitzende von pma. Ihr Amt als IPMA-Präsidentin tritt sie formal per 1.1.2009 an.

Ich gratuliere!

Marketing für Projektmanager/innen

In den letzten Jahren hatte ich in diversen Projekten (Business Development Projekte, Innovationsprojekte, öffentliche Entwicklungsprojekte…) immer mal wieder recht intensiv mit dem Thema Marketing zu tun. Ich denke, dass „Marketing Basics“ zum Know-How eines jeden Managers und einer jeden Managerin gehören sollte. Und da Projektmanager/innen ja auch Manager/innen sind, gilt dies natürlich für diese Gruppe auch.

Was haben PM und Marketing gemeinsam bzw. wo bestehen Schnittstellen?

  • Projektmarketing: Gezielte Kommunikation und Information mit verschiedenen Anspruchsgruppen (= Stakeholders) im Rahmen eines Projekts, Schaffung von Akzeptanz…
  • Modernes Marketing bedeutet die Ausrichtung nach den Bedürfnissen der Zielkunden. Im Kern geht es darum, den (viel zitierten) Marketing-Mix auf die Zielgruppen abzustimmen. Als Marketing-Mix werden die verschiedenen „Anreizinstrumente des Marketings“ bezeichnet. Diese wiederum bestehen aus 4 bzw. neuerdings aus 7 P’s besteht: Product (Produkte und Sortiment), Price (Preis), Place (Vertrieb), Promotion (Kommunikation & Werbung), Personnel (Personal), Process (Prozess), Physical Facilities (Verkaufsräumlichkeiten). Übertragen auf Projekte (insbesondere Kundenprojekte) ist es eine durchaus spannende und wertvolle „Übung“, hierfür einen Marketing-Mix zu konzipieren.
  • Innovations- und Produktentwicklungsprojekte: Hier ist der Einfluss des Marketings besonders groß. Denn die Erkenntnisse aus den Märkten (Kundenbedürfnisse, Mitbewerber, Trends…) sollten unbedingt in das Marketing- und Produktkonzept einfließen. Obwohl diese Konzepte häufig von den Bereichen Vertrieb, Marketing oder Produktmanagement kommen, sollte ein/e Projektmanager/in hier trotzdem über zumindest Mitsprache-Kompetenz verfügen.

Wenn Sie sich näher mit der Thematik beschäftigen möchten, empfehle ich Ihnen heute folgende Literatur:

Marketing, Manfred Bruhn – Eines der besten Bücher, das ich in den letzten Jahren zum Marketing in die Finger bekommen habe!

Marketing-Mix, Hans-Dieter Zollondz – Sehr komprimiert, aber für unter 7 EUR ein guter Kauf.

Der blaue Ozean als Strategie, W. Chan Kim – Für Querdenker/innen, Innovatoren und Menschen, die neue Märkte erobern möchten.