Blitzumfrage 29: PM Software + Collaboration Tools

Vor einiger Zeit habe ich schon einmal eine Blitzumfrage zum Thema PM Software durchgeführt. Diese möchte ich nun wiederholen, da das Thema in vielen Unternehmen eine besondere Bedeutung und Relevanz hat.

 

Beratungspraxis: PM professionalisieren

Die neulich hier durchgeführte Blitzumfrage hat ergeben, dass die Leser/innen des PM Blogs gerne Berichte mit praktischen Erfahrungen aus (Beratungs)Projekten lesen möchten. Diesem Wunsch möchte ich gerne nachkommen.

Die folgende Präsentation ist zwar nicht direkt ein Praxisbericht, sie skizziert aber unser Konzept, wie wir Unternehmen bei der Professionalisierung des Projektmanagements begleiten. Natürlich ist die Präsentation sehr komprimiert – man könnte beinahe zu jeder Folie ein stundenlanges Gespräch führen. Ich hoffe trotzdem, dass für Sie die eine oder andere Anregung enthalten ist.

Noch einige ergänzende Worte zur Präsentation:

  • Um in Projekten wirklich nachhaltig erfolgreich sein zu können, muss im Unternehmen eine kooperative, vertrauensvolle und gleichzeitig verbindliche Kultur herrschen.
  • Die Unternehmenskultur wird am stärksten durch das Verhalten der Führungskräfte geprägt.
  • Wenn die Führungskräfte nicht verstanden haben, WARUM es wichtig ist, dass Projekten ein entsprechender Stellenwert im Unternehmen eingeräumt werden muss, ist jedes Veränderungsvorhaben zum Scheitern verurteilt.
  • Die wichtigsten Dimensionen eines Veränderungsprojekts hin zu einem professionellen projektorientierten Unternehmen sind Organisation & Rollen, Methodik & Prozesse, Training & Coaching sowie Kommunikation & Systeme.
  • Die Organisation muss immer als Ganzes betrachtet werden, wenn eine Verbesserung in der Planung und Abwicklung von Projekten erreicht werden soll. Denn Projekte sind immer eingebettet in einen organisatorischen Kontext – eine isolierte Betrachtung ist deshalb nicht sinnvoll.
  • Die richtige Gestaltung der Organisation und der entsprechenden Projekt- und Führungsrollen ist von entscheidender Bedeutung.
  • Die Wahl der richtigen Methodik bzw. des richtigen PM Rahmenwerkes (Scrum, XP, Prince2, PMBoK etc.) ist wichtig, aber bei weitem nicht der wichtigste Faktor. Die richtige Methodik sollte aus einem gemeinschaftlichen Diskussions- und Gestaltungsprozess entstehen. Damit werden gleich 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen, denn die beteiligten Mitarbeiter und Führungskräfte durchlaufen bereits ein erstes, implizites Schulungsprogramm.
  • Die Bedeutung von (guten) IT Tools ist in den letzten Jahren gestiegen, da die Menge an zu verarbeitenden Informationen weiter angestiegen ist. Ich persönlich favorisiere einfache, pragmatische und übersichtliche Webtools, die den Schwerpunkt auf Kommunikation, Kollaboration und transparentes Aufgabenmanagement legen.

FAZIT: Der Veränderungsdruck wird in vielen Unternehmen weiter steigen, denn die Anzahl und auch die Komplexität der projektwürdigen Aufgabenstellungen wird weiter steigen.

Zukünftige Themenschwerpunkte

Vor einer Woche habe ich Sie gefragt, welche Themen Sie auf dem PM-Blog gerne lesen würden. Hier die Top-5-Themen:

  • Beiträge aus der Beratungspraxis (PM Professionalisierung, Organisationsentwicklung…)
  • Beiträge aus der Projektpraxis (Methoden, Sitzungsmanagement, Soft Skills…
  • Thematisch: IT-Projektmanagement
  • Checklisten, Formulare, Vorlagen
  • Links zu interessanten Präsentationen (Slideshare etc.) oder Videos (Youtube etc.).

Vielen Dank für die wertvollen Inputs – ich werde sie bei der weiteren Themensuche und -bearbeitung definitiv berücksichtigen.

Social Media rocks!

Blitzumfrage 28: Themenvorschläge für den PM-Blog

Leider konnte ich in den letzten Wochen nicht die gewohnte Frequenz an Blogbeiträgen liefern. Auf der einen Seite war ich mit diversen Projekten zeitlich sehr ausgelastet. Auf der anderen Seite habe ich mich aber teilweise auch gefragt, worüber ich denn (nach knapp 5 Jahren durchgehendem Bloggen) noch schreiben könnte?

Deshalb würde ich mich über Ihre Hinweise freuen, um meine kleine „Schreibblockade“ wieder zu lösen:

Vielen Dank für Ihre Inputs! (Übrigens: Es sind max. 5 Antwortoptionen möglich.)

Es gibt zwar viele spannende PM-Themen, mit denen ich mich derzeit intensiv beschäftigt. Solange ich sie theoretisch und vor allem auch praktisch noch nicht ausreichend durchdrungen habe, möchte ich damit auf dem Blog noch warten. Denn schlussendlich haben Sie einen Anspruch auf fundierte, erprobte und durchdachte Inhalte und nicht auf oberflächliches Geschwafel 😉

Nutzen von PM Zertifizierungen – Zwischenergebnis

Letzte Woche wollte ich im Rahmen der Blitzumfrage 27 erfahren, inwiefern Sie Projektmanagement Zertifizierungen für sinnvoll und wichtig erachten. Hier das Zwischenergebnis nach immerhin 225 Rückmeldungen:

Wenig überraschend sind die meisten Leser/innen (nämlich 68%) der Ansicht, dass Zertifzierungen zwar karrieretechnisch einen Vorteil bringen können, dass sie aber wenig darüber aussagen, ob jemand ein/e gute/r Projektleiter/in ist. 22 % der Rückmeldungen erachten PM Zertifizierungen für wichtig und sinnvoll, lediglich 6 % halten gar nichts davon.

Meine Meinung zu dem Thema:

  • Es ist unbestritten, dass man sich einiges an Wissen aneignen muss, um die verschiedenen PM Zertifikate zu erwerben.
  • Es ist weiters unbestritten, dass zertifizierte Projektleiter/innen ein gemeinsames Verständnis und eine gemeinsame Sprache entwickeln, was für die Praxis sehr wichtig ist.
  • Eine generelle Bewertung der Zertifikate ist natürlich nicht zulässig oder möglich, da inhaltliche, konzeptionelle und auch qualitative Unterschiede zwischen den einzelnen Zertifizierungen und Zertifizierungsstufen bestehen.
  • Für mich ist eine der Kernfragen, ob man mit einer Zertifizierung erworbenes Wissen auch in KÖNNEN umwandeln kann. Wenn dies nicht gelingt, sind Zertifizierungen nutzlos (oder sogar schädlich, denn dann werden vermeintliche „Könner“ auf Projekte angesetzt, mit denen sie faktisch überfordert sind). Denn dann weiß jemand zwar viel, er/sie kann es aber nicht umsetzen.
  • Eine weitere wichtige Frage besteht darin, welche Konzepte, Inhalte und Theorien die Grundlagen für die Zertifizierungen darstellen. Denn teilweise hat man den Eindruck, dass die Praxis des Projektmanagements schon weiter ist als die Theorien und Modelle der PM Standards.
  • Ob der Aufwand für eine Zertifizierung in einem guten Verhältnis zum jeweils individuellen Nutzen steht, muss jede/r für sich selbst beurteilen.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich in den nächsten 1-2 Jahren wahrscheinlich eine Scrum Zertifizierung angehen werde. Mit den Zertifzierungen der großen Verbände habe ich abgeschlossen, da sie für mich zu wenig praktischen Nutzen haben. Die Zeit, die ich für eine erfolgreiche Zertifizierung aufwenden müsste, verwende ich lieber für selbstgesteuertes Lernen in anderen Bereichen.

Über Ihre Meinungen zu diesem Thema würde ich mich sehr freuen.

Blitzumfrage 27: PM Zertifizierung – Sinnvoll oder nicht?

In Fachkreisen wird immer wieder heftig über den Nutzen einer international anerkannten Projektmanagement Zertifizierung diskutiert. Deshalb interessiert mich Ihre Meinung zu diesem Thema:

Blitzumfrage 26: Organisationsformen im Projektmanagement

Projektmanagement ist eine temporäre (meist ergänzende) Organisationsform. Die strukturelle Verankerung von Projektmanagement im Unternehmen kann auf unterschiedliche Arten erfolgen. In der deutschsprachigen Fachliteratur werden Organisationsformen wie die funktionale Projektorganisation, Einfluss-Projektorganisation, die Stablinien-Projektorganisation oder die reine Projektorganisation beschrieben.

Ich persönlich finde die Systematik des Project Management Institutes schlüssiger, welche im PMBOK, dem Project Body of Knowledge, beschrieben wird:

  • functional project organization
  • weak matrix project organization
  • balanced matrix project organization
  • strong matrix project organization
  • projectized organization

Die Macht und die damit verbundenen Einflussmöglichkeiten sind bei der „functional project organization“ am geringsten und bei der „projectized organization“ am größten. Die Varianten dazwischen sind jeweils entsprechende Abstufungen. Neben dem Faktor Macht und Einfluss unterscheiden sich die verschiedenen Organisationsformen natürlich auch noch in anderen Punkten – dies würde an dieser Stelle aber zu weit führen.

Heute würde mich interessieren: Welche PM Organisationsform wird in Ihrem Unternehmen angewendet?

Zwischenergebnis Blitzumfrage: PM und Social Media

Mit der letzten Blitzumfrage wollte ich ein Stimmungsbild einfangen, wie die Leser/innen dieses Blogs den Einsatz von Social Media Tools und Technologien in Projekten einschätzen. Hier das Zwischenergebnis:

Mich überrascht das Ergebnis ehrlich gesagt sehr. Ich hätte nicht erwartet, dass von den zwischenzeitlich 87 Rückmeldungen nur 3 der Ansicht sind, dass Social Media Tools für den professionellen Einsatz NICHT geeignet sind. Immerhin 77 % (!) der Befragten können sich den Einsatz solcher Tools vorstellen.

Meine persönliche Meinung: Klar ist, dass proaktive, transparente und regelmäßige Kommunikation DER Schlüsselerfolgsfaktor in Projekten überhaupt ist. Und klar ist auch, dass moderne Social Media / Web Tools hierzu einen Beitrag leisten können. Dieser Beitrag wird aber die persönliche Kommunikation niemals ersetzen können. Gleichzeitig sind Social Media Tools sicher nicht in ALLEN Projekten gleichermaßen sinnvoll einsetzbar.

Triviales Fazit meinerseits: Es hängt davon ab… (Aber tendenziell natürlich JA.)