Brainstorming anno 1788

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Ich stelle immer wieder fest, dass sich viele Menschen schwer tun, Ideen und Gedanken offen und unbefangen zu diskutieren und weiter zu entwickeln – sprich kreativ zu sein. Sofort wird hinterfragt, kritisiert, beurteilt und in Frage gestellt – also genau das, was bei kreativen Brainstormings (oder anderen Techniken) nicht passieren sollte!

Heute morgen hat Hannes Treichl (ANDERS|denken Blog) einen interessanten Beitrag zum Thema Brainstorming veröffentlicht. Offensichtlich hat schon Friedrich Schiller anno 1788 erkannt, dass allzu schnelles Urteilen viele kreative Lösungen und Ideen schon im Ansatz erstickt. Hier noch die Ursprünge dieses Beitrags:

Innovative Projekte leben von kreativen Ideen. Sie als Projektleiter/in sind wesentlich dafür verantwortlich, den Rahmen für kreatives, effektives und effizientes Arbeiten zu schaffen. Seien Sie unkonventionell, organisieren Sie möglichst kreativitätsfördernde Meetings und Workshops, vereinbaren Sie vor allem auch Spielregeln für derartige Meetings und trauen Sie sich einfach! Just do it!

Project Scope Definition

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Die Leica Geosystems AG ist ein weltweit führendes Unternehmen der Vermessungstechnik. Innovation, Präzision und höchste Qualitätsansprüche zeichnen diesen Global Player mit schweizer Wurzeln aus. Professionelles Projektmanagement ist bei Leica ein wesentlicher Schlüssel zum Erfolg. Gerade gestern konnte ich mich anlässlich einer Projektpräsentation wieder persönlich davon überzeugen.

Eine Folie der Präsentation hat mir besonders gut gefallen. Hierbei ging es um die Beschreibung des „Project Scope“, sprich der Ziele und Inhalte des Projekts. Diese „Project Scope Definition“ beinhaltete folgende Punkte:

  • situation before
  • situation after
  • project start / project end
  • contents
  • non-contents
  • goals
  • non-goals

Hier können Sie eine Vorlage herunter laden: project_scope_definition.ppt

Diese sehr einfache und pragmatische Darstellung der Projektziele und -inhalte zeigt einmal mehr, dass gutes, wirkungsvolles Projektmanagement nicht kompliziert sein muss.

Simplify your Projects!

1 percent inspiration…

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Kundenwünsche und -bedürfnisse ändern sich in vielen Branchen rasend schnell. Waren Kunden gestern noch mit einem „einfachen“ MP3-Player zufrieden, so möchten sie morgen wahrscheinlich schon ein integrieres Gerät mit Handy-, GPS- und Videofunktion. Unternehmen müssen auf diese Marktveränderungen schnell reagieren – sonst sind sie früher oder später „weg vom Fenster“. Die Anforderungen an das Innovationsmanagement sind enorm.

Ich möchte meine vorherige Aussage etwas konkretisieren: Die Anforderungen an die Menschen, die für Innovation im Unternehmen verantwortlich sind, sind enorm. Denn Innovationen werden von Menschen erdacht und umgesetzt, und nicht von Computern, Verfahrensanweisungen oder Marketingberichten.

Waren Sie schon einmal Projektleiter/in eines Produktentwicklungs-, Forschungs- oder Innovationsprojekts? Wenn ja, nach welchen Kriterien haben Sie Ihr Team zusammen gestellt? In diesem Artikel zum Thema Innovationskraft auf 4Managers.de stehen einige sehr interessante Anregungen, wie man die richtigen Mitarbeiter/innen für Innovationsvorhaben auswählt. Neben einer groben Matrix zur transparenten Darstellung verschiedener Orientierungen von Menschen ist in dem Artikel auch ein bekanntes Edison-Zitat zu finden:

„Genius is one per cent inspiration, ninety-nine per cent transpiration“ (Thomas A. Edison)

Frei übersetzt: Ein Genie setzt sich aus 1 % Inspiration und 99 % Schweiß zusammen.

In diesem Sinne: Simplify your Projects!

Ihr Stefan Hagen

Innovation Champions

Glauben Sie, dass Unternehmen wie Apple, Google, Toyota oder Procter & Gamble überdurchschnittlich innovativ sind? Ich glaube schon. Für mich sind diese Unternehmen wahre „Innovation Champions“. Was aber zeichnet einen Innovation Champion aus?

  • Qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen sind das höchste Kapital des Unternehmens. HR ist eine Schlüsselfunktion.
  • Das Unternehmen hat ständig ein „Ohr am Markt“. Aktuelle oder zukünftige Kundenbedürfnisse werden kontinuierlich erhoben und bewertet. Kunden werden in den Entwicklungsprozess miteinbezogen.
  • Es gibt einen systematischen Innovationsprozess (Beispiel), der vom Top-Management eingefordert wird. Professionelles Projektmanagement wird auf allen Ebenen gelebt.
  • Die ProjektmanagerInnen der Innovationsprojekte sind erfahren und qualifiziert. Strategische Innovationsprojekte haben oberste Priorität.
  • Innovation Champions hinterfragen ihre Prozesse, Vorgehensweisen und Spielregeln immer wieder kritisch. Alles, was sich nicht bewäht hat, wird geändert oder eliminiert („Simplify your projects“).
  • Und zu guter Letzt haben diese Unternehmen das Selbstverständnis eines innovativen Spitzenunternehmens. Diese „Mission“ zieht sich durch alle Unternehmensebenen – vom Top-Management bis hin zum / zur SachbearbeiterIn.

Ihr Stefan Hagen