Auf die Performance kommt es an!

bpm_scheerDie Disziplinen Projekt- und Prozessmanagement haben sehr viele Gemeinsamkeiten. Mehr noch. Diese beiden Organisationsansätze haben das Potenzial, aus einem Unternehmen ein Hochleistungsunternehmen zu machen.

Im Bereich Prozessmanagement (= BPM Business Process Management) ist Prof. DDr. August-Wilhelm Scheer mit seinem Saarbrücker Software- und Beratungsunternehnehmen IDS Scheer ein absoluter Vorreiter. Prof. Scheer hat es geschafft, auf der Basis der ARIS-Architektur in 25 Jahren einen internationalen Konzern mit 3000 Mitarbeitern auf die Beine zu stellen.

Bei Dr. Allweyer (Kurze Prozesse Blog) bin ich heute auf einen interessanten Beitrag gestoßen: „Professor Scheer über Business Process/Performance Management“ (PDF). Gefällt mir extrem gut, BPM mit Performance Management gleichzusetzen. Denn schlussendlich geht’s im Kern immer um die „Performance“ (Gesamtleistung) eines Unternehmens. Meine persönliche Formel lautet: „Performance = Effectiveness + Efficiency“. Und das heißt überhaupt nicht, dass die Mitarbeiter/innen eines Unternehmens lediglich als „Ressource“ zur Zielerreichung gesehen werden. GANZ IM GEGENTEIL! Wirkliches Performance Management entspringt einer „menschlichen Unternehmensführung und -kultur“.

Aber nun zum eigentlichen Kern des heutigen Beitrags: Prof. DDr. Scheer hat auch eine persönliche Webseite, nämlich www.professor-scheer-bpm.de. Hier findet Ihr sehr viele interessante Beiträge, Modelle und Grafiken, die kostenlos herunter geladen werden können. Wirklich sehr informativ.

So was Ähnliches sollt’s im Bereich Projektmanagement auch geben… Ich arbeite dran. 🙂

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Hierarchien vs. Netze

Hierarchien sind in unserem Kulturkreis (und somit in unserem Denken und Handeln) tief verwurzelt. Wir kennen Hierarchien aus unserer Schulzeit, aus der Ausbildung und natürlich aus den Unternehmen, in denen wir tagtäglich arbeiten.

Dabei ist sich die Organisationstheorie einig, dass die reine Form der funktionalen Linienorganisation

Hochleistungsunternehmen haben Prozesse, Projekte und Produkte im Griff

Wirklich innovative und leistungsfähige Unternehmen haben ihre Querschnittsfunktionen, sprich das Prozess-, Projekt- und Produktmanagement im Griff. Über dieses Thema könnte man stundenlang debattieren, diskutieren und philosophieren. Als kleinen Happen für Zwischendurch empfehle ich Ihnen aber diese Präsentation, die Bestandteil der Ausbildung an der FH Vorarlberg ist:


HIER können Sie die Präsentation als PDF herunter laden, denn in der obigen Präsentation sind einige Slides nicht wirklich lesbar.

Die Folien sind teilweise nicht ganz selbsterklärend. Falls Fragen auftauchen, freue ich mich, wenn Sie diese mittels Kommentarfunktion stellen.

Es lebe hoch, das Kästchendenken!

(Pixelio.de)

Ich bin immer wieder verwundert, wie tief bei vielen Menschen immer noch ein „funktional-hierarchisches Kästchendenken“ verankert ist. Fachabteilungen und -bereiche, Ober- und Untergebene, Hierarchiestufen, Befehl und Gehorsam, sich „hoch-arbeiten“ – darum geht’s in den meisten Unternehmen – immer noch. Von modernen, dynamischen, stärker prozess- und projektorientierten Strukturen und Kulturen oft keine Spur.

Wie äußert sich das?

  • dicke Mauern zwischen den Abteilungen –> Pfründe und Machtverhältnisse werden immer wieder neu verteidigt und abgesteckt
  • kaum horizontale Karriereperspektiven (Prozess- und Projektmanager, Querschnittsmanager)
  • Informationen fließen – wenn überhaupt – nur vertikal, kaum jedoch horizontal und über Abteilungsgrenzen hinweg
  • viele Projektmanager/innen (und andere Querschnittsfunktionen) haben maximal eine koordinierende Funktion
  • unklare Situationen, Zielkonflikte, Widersprüche und Spannungsfelder werden auf dem Rücken der Prozess- und Projektmanager/innen ausgetragen

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Frederick Winslow Taylor, Henri Fayol und Henry Ford – Sie leben hoch, hoch, hoch!

Eines muss uns bewusst sein: In solchen Organisationen ist ein professionelles Projektmanagement (und auch Geschäftsprozessmanagement) so gut wie zum Scheitern verurteilt. Denn diese Querschnittsfunktionen können nur dann einigermaßen effektiv und effizient ablaufen, wenn die Rahmenbedingungen geschaffen sind. Welche könnten das sein?

  • klare Rollen- und Kompetenzverteilung zwischen Linien- und Prozess-/Projektverantwortlichen
  • mehr Macht und Verantwortung in die Horizontalfunktionen – besonders für strategisch wichtige Prozesse und Projekte
  • die Funktionen müssen sich verstärkt als interne Dienstleister, Expertenpools und Think Tanks verstehen, die die Prozesse und Projekte mit Know-How und professioneller Arbeitsleitung „beliefern“

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Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich plädiere nicht für einen 90-Grad-Shift des Unternehmens, sprich für das Auflösen von Abteilungen und Fachbereichen. Im Gegenteil! Wir brauchen ein sinnvolles Zusammenspiel, eine neue KULTUR im Umgang mit der horizontalen und der vertikalen Perspektive.

Und zuletzt: Häufig reicht ein mehrjähriger, evolutionärer Veränderungsprozess nicht mehr aus. Es muss schneller gehen! Schaffen Sie zuerst im Management das Bewusstsein für dieses neue Bild der Organisation, der „Integrierten Prozess- und Projektmanagementorganisation„. Wer nicht mitzieht, ist draußen! So einfach ist das.

Interview mit Cornelius Fichtner (The PM Podcast

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Vor einigen Wochen hatte ich das Vergnügen, von Cornelius Fichtner interviewt zu werden. Cornelius (übrigens ein gebürtiger Schweizer) betreibt den weltweit meistgehörten und bekanntesten Podcast zum Thema Projektmanagement – „The PM Podcast

Projektmanagement als Organisationskonzept

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(Bild: Organisationsprofile nach Gomez/Zimmermann)

In der klassischen Organisationstheorie kommt dem Konzept des Projektmanagements lediglich eine untergeordnete Rolle zu (siehe Grafiken oben). Projektmanagement wird häufig „nur“ als Technik oder Methode zum operativen Organisationsmanagement gesehen – nicht mehr und nicht weniger.

Ich vertrete die These, dass Projektmanagement – insbesondere von Führungskräften und Unternehmenslenker/innen – als eigenständige (meist ergänzende) Organisationsform verstanden werden muss! Denn Projektmanagment ist idR die einzige (effektive und effiziente) Form, um komplexe, neuartige, interdisziplinäre und innovative Herausforderungen zu bewältigen. Und – wie wir alle wissen – bestimmen exakt diese Herausforderungen immer mehr unseren betrieblichen Alltag. Deshalb muss Projektmanagement ein Teil der Organisationsstrategie moderner, innovativer und dynamischer Unternehmen werden.

In den letzten 10-15 Jahren hat das Organigsationskonzept Prozessmanagment (auch Business Process Management – BPM) eine Blütezeit erlebt – und das ist gut so! Denn die Abkehr von der reinen Funktionsorientierung und Arbeitsteilung

Power to the people

Peter F. Drucker (1909-2005) hat einmal gesagt:

„Wir stehen mitten im Wandel von der industriellen Wirtschaft zur Wissenswirtschaft.“

Drucker hat – wie kaum ein anderer – immer wieder auf die enorme und ständig zunehmende Bedeutung von Wissen in unserer Wirtschaft und Gesellschaft hingewiesen. Deshalb wurde er von einigen auch als Vordenker des Wissensmanagements bezeichnet (PDF).

Wir müssen Unternehmensstrukturen und vor allem auch -KULTUREN schaffen, in denen Wissensarbeiter/innen Höchstleistungen erbringen können. Zu diesem Thema habe ich eine sehr gute Präsentation gefunden, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:


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