Innovationsmanagement bei Nokia

Nokia zählt zweifels ohne zu denn innovativsten und erfolgreichsten Unternehmen in ihrer Branche. Was aber ist Nokias Erfolgsgeheimnis? Gut, die folgende Präsentation gibt keine wirkliche Frage auf diese Antwort, jedoch sind schon einige – einfache und darum wertvolle – Hinweise verpackt, mit welcher Philosophie Nokia Innovationsmanagement betreibt.

Besonders relevant finde ich persönlich die Folien 5, 9, 14, 17-22.


Simplify your projects – and your innovation management.

Die richtige Projektmanagement Software finden

Der Markt für Projektmanagement Software ist in den letzten Jahren förmlich explodiert. Immer mehr Anbieter bieten immer leistungsfähigere Produkte und Lösungen an. Da fällt es oft schwer, jenen Anbieter zu identifizieren, der am besten zu Ihrem Unternehmen und Ihren Anforderungen passt.Hier einige Tipps, Links und Erfahrungswerte zum Thema PM-Softwareevaluierung.

PM-Software.info ist eine unabhängige Plattform zum Thema Projektmanagement-Software. Initiator ist das Institut für Projektmanagement und Innovation (IPMI) der Universität Bremen in Kooperation mit der GPM – Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V., Fachgruppe „Software für PM-Aufgaben“.

Mein Fazit: Sehr guter Marktüberblick, fundiert, hervorragende Infos.
Das Forschungszentrum für Informationssysteme in Projekt- und Innovationsnetzwerken (ISPRI) beschäftigt sich mit der Erforschung von Planungs-, Kontroll- und Koordinationsprozessen in Projekt- und Innovationsnetzwerken sowie der Unterstützung solcher Prozesse durch verteilte Informations- und Kommunikationssysteme.

Mein Fazit: Laufend News zum Thema, hervorragende PM-Studie (nicht ganz billig, aber die Investition lohnt sich).

pdf2.gifAuszug aus der ISPRI PM-Studie: „Project Management Software Systems – Requirements, Selection Process and Products“

pdf2.gifArtikel: Maschinenmarkt Ausgabe 42 17. Oktober 2005: „Schwierige Suche – Ist zwar nicht auf PM-Software bezogen, doch das Modell (siehe oben) ist eine hervorragende Orientierungshilfe. In diesem Artikel ist auch die folgende Grafik enthalten, die ich für sehr wertvoll erachte:

softwareauswahl.jpg

Frohes Evaluieren 🙂


ProjectPier – Online collaboration for free!

projectpier.jpg

Gestern hat mich Roland Woldt vom ProjectPier Entwicklerteam kontaktiert. Hier der Text seiner e-Mail:

Hallo Herr Hagen,

ich bin einer Ihrer (mehr oder minder) regelmäßigen Leser und wollte Sie auf eine neue PM-Software hinweisen, zu deren Entwicklungsteam ich gehöre: www.projectpier.org.

ProjectPier ist die OpenSource-Fortsetzung von activeCollab, das ja in wenigen Tagen eine (ausschließlich) kommerzielle Version 1.0 der SW veröffentlichen wird. Da wir davon und der Art der Kommunikation der Änderung nicht gerade begeistert waren, haben wir den Code geforked und vor wenigen Tagen unsere erste Version 0.8 veröffentlicht. Sie steht unter einer OpenSource-Lizenz und ist kostenlos verfügbar.

Anbei finden Sie die offizielle Pressemitteilung und weitere Informationen sind unter http://en.wikipedia.org/wiki/ProjectPier bzw. unserer Webseite verfügbar.

Viele Grüße
Roland Woldt

pdf2.gifprojectpier-press-release-2007-09-26-en.pdf

Leider bin ich persönlich noch nicht dazu gekommen, das Collaboration Tool zu testen. Ich würde mich aber sehr über Erfahrungsberichte und Tipps der PM-Blog-Leser/innen freuen!

Die Screenshots, die ich mir kurz angeschaut habe, machen aber einen sehr guten Eindruck. Ganz im Stile unserer Philosophie: Simplify your projects!

Die Honigglas-Metapher

(Bilderquelle Flickr)

Die Bereiche Organisations- (OE) und Personalentwicklung (PE) werden in vielen Unternehmen völlig getrennt betrachtet und organisiert. Dies führt in der Regel zu suboptimalen Ergebnissen – insbesondere auch bei der Professionalisierung des Projektmanagements. Denn organisatorische Veränderungsprozesse oder auch organisationales Lernen (OE) sind ohne individuelles Lernen (PE) kaum möglich. Umgekehrt ist der Nutzen von Trainings, Seminaren und Weiterbildungsveranstaltungen sehr begrenzt, wenn die Inhalte organisatorisch (und kulturell) nicht verankert sind. Ein konkretes Beispiel:

  • In ihren Kundenprojekten „knallt“ es immer wieder gewaltig. Der Kunde hat bis zum Ende Änderungswünsche, der Verkauf „prügelt“ ständig auf die technischen Abteilungen ein, der interne Projektleiter ist ohnehin maßlos überfordert, und der Geschäftsführer muss die wütenden Kunden besänftigen, da Projekte der Reihe nach ihre Terminziele verfehlen und qualitativ mangelhaft sind.
  • Die Lösung des Problems? Die Projektleiter/innen des Unternehmens (zumindest steht diese Jobbezeichnung auf der Visitenkarte) werden auf einen 1-wöchigen Projektmanagement-Lehrgang geschickt. Dann muss es doch klappen, schlussendlich kostet die Aktion ein kleines Vermögen.
  • Die Weiterbildungsmaßnahme ist hervorragend, der Trainer ein erfahrener Experte und die Teilnehmer/innen sind begeistert. Die Projektleiter lernen erstmals, wie man Projekte systematisch und professionell initiiert, plant, abwickelt, steuert und abschließt. Sie nehmen einen umfangreichen Methodenkoffer und etliche eindrückliche Erfahrungen mit. Endlich ist das Problem gelöst!
  • Zurück im Unternehmen müssen sie bereits nach kurzer Zeit feststellen, dass die Probleme nicht wirklich gelöst sind – im Gegenteil. Warum? Sie arbeiten immer noch im selben Unternehmen. Insbesondere die Kultur der Projektbearbeitung ist dieselbe geblieben.
  • Die Frustration ist groß.

Diesen Sachverhalt habe ich kürzlich mit dem Senior Technical Director eines wachsenden Technologieunternehmens hier in Vorarlberg besprochen. Er hat darauf folgende treffende Metapher verwendet (sinngemäß):

Isolierte Personal- und Organisationsentwicklung stellt sich dar, wie wenn die Mitarbeiter in einem Honigglas schwimmen würden. Jede Bewegung fällt schwer – eine im wahrsten Sinne des Wortes „zähe“ Angelegenheit. Dann ziehen Sie einzelne Mitarbeiter aus dem Glas heraus, sie „dürfen“ auf eine Weiterbildung. Dort erleben Sie schon nach kurzer Zeit, wie leicht die Bewegungen außerhalb des Honigglases fallen. Sie strampeln wie wild. Danach müssen sie aber wieder zurück ins Honigglas – und es ist praktisch gleich mühsam wie zuvor.

Eine wirklich hervorragende Metapher – sie drückt genau das aus, was ich meinen Kunden schon seit Jahren „predige“. Trainings alleine sind in der Regel nicht nachhaltig wirkungsvoll. Sie müssen integriert sein in einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem die organisatorischen Rahmenbedingungen, die Methodik und auch die unterstützenden IT-Strukturen beleuchtet werden.

Im Bereich Projektmanagement sprechen wir von ganzheitlichen PM Systemen. Hier finden Sie entsprechende Beiträge auf PM-Blog.com.

Noch ein abschließender Kommentar: Beginnen Sie möglichst einfach – nach dem Motto „verstehen – vereinfachen – verändern“. Erst wenn die einfachen Spielregeln gelebt werden, können Sie Schritt für Schritt auch die Detailprobleme lösen.

Simplify your Projects!

Matrix Management 2.0

Vor einigen Tagen habe ich hier einen Blogpost zum Thema „IPPM Organisation“ veröffentlicht. Nun bin ich auf einen – aus meiner Sicht hervorragenden – Artikel von Paula K. Martin gestoßen, in dem sie eine sehr ähnliche Thematik behandelt:

pdf2.gif Matrix Management Reinvented (PDF, 67 KB)

Auf der Webseite von MartinTrainingAssociates finden Sie weitere interessante Artikel zum Thema Matrix Management im HTML Format.

Links zum Thema:

IPPM Organisation: Integrierte Prozess- und Projektmanagement Organisation

Prozessmanagement (=Business Process Management – BPM) und Projektmanagement (=Projektportfolio-, Programm- und Projektmanagement) sind zwei Arbeits- und Organisationsformen, deren Bedeutung in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Anwendungsbereiche:

  • Mittels Prozessmanagement werden alle wiederholbaren Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen gestaltet, optimiert, kooriniert und operativ geführt.
  • (Programm- und) Projektmanagement ist die ideale Arbeitsform zur Bewältigung komplexer, neuartiger und temporärer Aufgabenstellungen.

Bereits vor über 8 Jahren haben Prof. Dr. Jürgen Polke und ich begonnen ein Organisationsmodell zu entwickeln, welches die Stärken einer Linienorganisation mit den modernen Ansätzen des Prozess- und Projektmanagements synergetisch miteinander verbindet (Linie – Prozess – Projekt). Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit ist die „IPPM Organisation“ – ein systemisch-integratives Organisations- und Managementmodell.

Die IPPM Organisation stellt bereits seit Jahren die maßgebliche konzeptionelle und theoretische Fundierung vieler unserer Beratungsprojekte dar. Hier eine kurze Executive Summary:


IPMA Competence Baseline Version 3.0 zum kostenlosen Download

Die IPMA (International Project Management Association) ist mit ca. 40.000 Mitgliedern in 40 Ländern der weltweit zweitgrößte Verband im Projektmanagement. Gerade bin ich auf einen Link gestoßen, wo die neueste Version der „IPMA Competence Baseline“ kostenlos herunter geladen werden kann:

pdf2.gifIPMA Competence Baseline (ICB) 3.0

Die ICB stellt einen ganzheitlichen PM Standard dar, der aus meiner Sicht insbesondere auch als Grundlage zur Definition unternehmensinterner PM Spielregeln herangezogen werden kann. Viel Spaß beim Durcharbeiten – denn die neue ICB umfasst immerhin 212 Seiten 😉