PowerPoint 2.0 – Aussagekraft, Leidenschaft, Aufmerksamkeit, Handlung

Tagtäglich erleben wir einschläfernde Präsentationen, miserabel (oder gar nicht) moderierte Sitzuung und 08/15-Workshops, die immer wieder gleich (uneffektiv) ablaufen. Meistens ist PowerPoint mit im Spiel. Alexei Kapterev bringt in seiner Präsentation auf den Punkt, warum die meisten PowerPoint Präsentationen so schlecht sind und vor allem auch, was eine gute herausragende Präsentation ausmacht.


Folgende Folien der obigen Präsentation halte ich persönlich für besonders wertvoll und wichtig:

  • 16: Aussagekraft – Leidenschaft – Aufmerksamkeit – HANDLUNG
  • 28: Einfache Struktur
  • 38: Was PowerPoint leisten kann.
  • 44: Vergessen Sie die gängigen PowerPoint Regeln!
  • 46: Einfache Design Regeln!
  • 48-52: Präsentationen nachhaltig nutzbar machen.
  • 55: Feedback!

Ich muss offen zugeben, dass meine Präsentationen noch sehr viele der oben genannten Regeln verletzen. Denn es erfordert Zeit und Übung, seine Präsentationen emotional, gehirn-gerecht, motivierend, aktivierend und innovativ zu gestalten. Ich werde aber weiter daran arbeiten. Und Sie?

Projektmanagement bei bwin

bwin ist einer der größten Sportwettenanbieter in Europa. Man mag das Geschäftsmodell durchaus kritisch sehen, doch was man bwin wahrscheinlich NICHT vorwerfen kann, wäre unprofessionelles Management. Denn sonst hätten sie es nicht geschafft, innerhalb weniger Jahre (in einem höchst dynamischen und wettbewerbsintensiven) so stark zu wachsen und einen global bekannten Markennamen zu kreiren.

Auf der News-Seite von next level Consulting findet sich ein Interview mit Georg Herberth von bwin. Er leitet dort seit 2001 IT-Projekte im internationalen Telekommunikationsumfeld (u.a. in London, Prag, Chicago, Seattle). Besonders interessant finde ich den Mix an verschiedenen Standards und Instrumenten (ITIL –> Incidentmanagement, Change-Management, CMMI –> PPQA, ReqM, PP und PMC und Scrum), die bei bwin in ein eigenes Vorgehensmodell einfließen:

Gut gefällt mir auch die Projektphilosophie (hört sich zumindest gut an 🙂 ):

Georg Herberth: bwin ist ein sehr zielorientiertes Unternehmen, bei dem das Kundenerlebnis im Vordergrund steht. Ein Projekt ist erst dann erfolgreich, wennes sich am Markt bewiesen hat. Dies kann genauso durch erhöhte Systemverfügbarkeit als Ergebnis eines Infrastrukturprojektes geschehen, wie natürlich durch Umsatz- oder Nutzerzahlen nach Einführung eines neuen Produktes. Wichtig hierbei ist, dass alle Projektteammitglieder diese Ziele kennen und sich damit identifizieren, denn nur so kann der Erfolg bestmöglich garantiert werden.

Projektmarketing – altes und neues Verständnis

In den vergangenen Jahren eine Teildisziplin im Projektmanagement stark an Bedeutung zugenommen – nämlich das Projektmarketing. Ich behaupte, dass in vielen Bereichen immer noch ein (aus meiner Sicht) veraltetes Verständnis von Projektmarketing herrscht. Diese These möchte ich im Folgenden kurz erläutern.

Ein Beispiel: Im (ansonsten hervorragenden) Glossar des Projektmagazins wird Projektmarketing wie folgt beschrieben:

Projektmarketing ist die Präsentation und werbende Darstellung des Projekts innerhalb der beteiligten Unternehmen und ggf. in der Öffentlichkeit. Wichtigstes Ziel des Projektmarketings ist die Sicherung von Finanzmitteln und Ressourcen zur Projektabwicklung und die Vorbereitung der anschließenden Vermarktung des erzielten Ergebnisses.

Vergleichen wir diese Definition mit dem alten und dem neuen Verständnis von Marketing (generell):

  1. Veraltetes Marketing-Verständnis: Absatz- und produktorientiertes Denken, Massenmarketing, Produkt und Absatz stehen im Zentrum, Kommunikation als Einbahnstraße, alle Kunden werden bedient, standardisierte Angebote…
  2. Modernes Marketing-Verständnis: Markt- und kundenorientiertes Denken, One-to-One Kommunikation, Kundenzufriedenzeit als Maxime, Aufbau von nachhaltigen Kundenbeziehungen, intensive Kommunikation in beide Richtungen, Pflege bestehender Kunden, Konzentration auf attraktive Kunden, maßgeschneiderte Produkte und Lösungen…

Erkennen Sie die Parallelen?

Ich würde ein „modernes“ Projektmarketing wie folgt skizzieren:

  1. Intensive Umfeld- und Kontextanalyse: Welche Anspruchsgruppen (Stakeholder) hat das Projekt? Wie stehen die einzelnen Stakeholder dem Projekt gegenüber? Welche Anspruchsgruppen sind am mächtigesten?
  2. Bedürfnis-Analyse: Gleich wie im Marketing muss man sich darüber klar werden, welche Bedürfnisse, Anforderungen und Ziele die einzelnen Anspruchsgruppen haben. Welche Bedürfnisse möchten / können wir befriedigen? Welche nicht?
  3. Zufriedenheit der Anspruchsgruppen / Stakeholder Satisfaction: Wie erreichen wir Kunden-, Unternehmens- UND Mitarbeiternutzen? Wann ist unser Kunde zufrieden? Wann die Geschäftsleitung? Wann unsere Mitarbeiter/innen?
  4. Projektumfangsmanagement / Project Scope Management: Wie müssen die Projektziele, -inhalte und -lösungen gestaltet sein, um die Zufriedenheit der Anspruchsgruppen (Punkt 3) sicher zu stellen? –> kontinuierlicher Prozess über den gesamten Projektverlauf hinweg!!!
  5. Definition des Marketing-Mix: Welche Anreizinstrumente haben wir im Projekt zur Verfügung, um unsere Stakeholder nachhaltig zu befriedigen? –> 7 P’s of Marketing: Product (Projektergebnisse) – Price (Projektkosten) – Place (Lieferung der Projektergebnisse) – Promotion (Kommunikationsmanagement) – People (Projektkultur) – Processes (Projektabwicklung) – Physical Evidence (Projekträumlichkeiten und -orte) –> Gleich wie im Marketing haben Sie auch in Projekten mehrere Möglichkeiten, um „Stakeholder Satisfaction“ (siehe Punkt 3) zu erreichen.

Ich hoffe, dass durch diese Punkte deutlich geworden ist, dass Projektmarketing weit mehr als „nur“ das bewerben von Projektergebnissen ist. Modernes Projektmarketing ist die Maximierung des Kunden-, Unternehmens- und Mitarbeiternutzens in Projekten.

(Bilderquelle: www.projekt-marketing.ch)

Wertvernichter IT Projekte

Dass IT-Projekte häufig den geplanten Kostenrahmen überschreiten, ist mittlerweile allgemein bekannt. Wie dramatisch die „cost overruns“ aber tatsächlich sind, wird durch eine aktuelle Studie von ComputerAssociates wieder einmal deutlich:

„Die von CA durchgeführte Studie wirft kein gutes Licht auf die Budgetplanungen der IT-Verantwortlichen. Bei einem Drittel aller IT-Projekte wird das vorher geplante Budget um 10 bis 20 Prozent überschritten. Bei einem Viertel der Projekte überschreiten die Kosten sogar 50 Prozent der ursprünglich angenommenen Ausgaben. Die Hauptgründe für diese kräftigen Budget-Überziehungen sind vor allem schlechte Vorkalkulationen, spätere Erweiterungen des Umfangs sowie Konflikte mit anderen Projekten.“

HIER geht’s zum gesamten Artikel (Quelle:www.silicon.de)

Improve your project management! 🙂

Projektmanagement Software boomt

Projektmanagement ist eine Arbeits- und Organisationsform zur Bewältigung komplexer, neuartiger Problemstellungen. Da genau diese Herausforderungen immer häufiger werden, ist es nicht verwunderlich, dass auch die Anbieter von entsprechenden Dienstleistungen und Produkten kontinuierlich wachsen bzw. mehr werden.

Ein klarer Indikator hierfür ist auch die Tatsache, dass der Markt für Projektmanagement Software boomt. Lutz Pößneck schreibt auf www.silicon.de:

„Software, mit der Unternehmen Mitarbeiter, Dauer und Budgets von Projekten verwalten können, wird immer populärer. Der Marktforscher Gartner schätzt, dass im weltweiten Projektmanagement-Markt in diesem Jahr 750 Millionen Dollar umgesetzt werden – und sagt für das kommende Jahr ein Wachstum von 11 Prozent voraus.“

HIER geht’s zum gesamten Artikel.